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Steffen Much

Kultur ade?

Ich höre nur noch Pandemie, Lockdown, Impfung, Testen. Nichts weiter bewegt und beunruhigt uns seit über einem Jahr.  Branchen stehen still, Kultur stirbt. 

Aber es gibt Dinge, die wir vorbereiten können für die Zeit danach, denn die wird kommen, da bin ich sicher.

Deshalb hat unsere Stadtratsfraktion im Januar einen Antrag zur Durchführung der  „Fete de la Musique“ in Eisenberg eingebracht. Erwartungsgemäß - und geplant - wurde dieser in den Kulturausschuss verwiesen. Der Umgang mit dem Antrag dort ähnelte schlecht gemachter Satire. Zu unpassend, keine Kostenstelle im Haushalt, zu teuer... 

Besonders das letzte Argument lässt sich bereits mit dem Grundgedanke der „Fete“ entkräften, denn diese ist nicht kommerziell, es werden zum Beispiel keine Honorare gezahlt. 

Die konservativen, schwerfälligen Mehrheiten des Eisenberger Stadtrates können einfach nicht über den Tellerrand sehen. Was ausserhalb dieses Denkvermögens liegt wird abgebügelt, ist nicht gewollt. Letztlich wurde der Antrag zerredet und damit kaputtgemacht. Und das nur, weil er von den Linken kam. 

Aber das entmutigt uns nicht, im Gegenteil. Wir bereiten die FdlM vor, auf dass wir , falls Corona es zulässt, die Schublade aufziehen und ein fertiges Konzept in der Hand haben. Die Vorbereitungen sind gediehen, die Örtlichkeiten geplant und Sponsoren requiriert. Die angesprochenen Künstler *innen stehen in den Startlöchern und brennen darauf, sich zu engagieren. Das Prinzip eines Straßenmusikfestivals ohne großen Aufwand, von den Mitwirkenden gestaltet, ohne großen Verwaltungsaufwand, ohne Honorar, mit den Menschen, für die Menschen, das ist es was wir erreichen wollen. Wir wollen ein Zeichen setzen, dass das Leben wieder neu startet und lassen es uns nicht durch konservatives, ängstliches Festhalten an strukturierter Engstirnigkeit zerreden!